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Welche Pinsel und Schwämme verwendest du zum Schminken?

Wichtiger als die Anzahl deiner Pinsel ist, dass du mit echten Schminkpinseln schminkst. Das klingt vielleicht übertrieben, aber es gibt wirklich Unterschiede zwischen Pinseln und dem, wofür sie gemacht sind. Ich bin bei Schminkpinseln so wählerisch, dass ich aus über fünfzehn Jahren Schminkerfahrung heraus eine eigene komplette Linie entwickelt habe, die FBFX Schminkpinsel.

Ein guter Pinsel liegt angenehm in der Hand und hat synthetische Haare, die genug Schminke und Wasser aufnehmen, damit du nicht für jede Linie neu laden musst. Die Haare finden nach dem Reinigen von selbst in ihre Form zurück. Und sie sind weich genug, um der Bewegung deiner Hand zu folgen, aber fest genug, um bei jedem Schnörkel nicht aus der Kurve zu fliegen. Echte Schminkpinsel sind außerdem für Kosmetik gemacht und nehmen Wasser und Schminke besser auf als Hobby- oder Malpinsel.

Fängst du gerade erst mit dem Schminken an? Dann kommst du schon sehr weit mit einem Set Rundpinsel in verschiedenen Größen, einem Filbert-Pinsel für größere Flächen, einem Blumenpinsel und einem guten Schwamm. Damit schminkst du schon Dutzende Designs, und die anderen Formen kommen von selbst, sobald du mehr Techniken ausprobierst.

Meine Kollektion ist inzwischen ziemlich groß, deshalb erkläre ich dir gerne, welche Aufgabe jeder Pinsel in meiner Serie hat. Alle Pinsel sind nach Menschen benannt, die mir wichtig sind, daher die Namen.

  • Rundpinsel (Linda): die Basis jedes Sets, für Linien, Tropfen, Schnörkel und Punkte.
  • Ultra Liner (Alex): extra dünne Haare für haarfeine Linien und filigrane Details.
  • Long Liner (Anna): extra lange Haare für lange, schwungvolle Linien und elegante Details.
  • Filbert-Pinsel (Jerry): oval mit abgerundeten Kanten, zum Füllen von Flächen, Verblenden und für weiche Übergänge.
  • Blumenpinsel (Eva und Poem): rund oder flach, speziell für Blütenblätter mit der Double-Dip-Technik.
  • Punktpinsel (Koko): ein Pinsel ohne Haare mit Foam-Spitze, um Punkte zu schminken.
  • Flache und schräge Pinsel (Floor und Simone): für die One-Stroke-Technik mit Splitcakes.
  • Tigerpinsel (Astrid): ein spitz zulaufender Triangle Dagger (klingt kompliziert, heißt aber nur, dass die Metallfassung dreieckig ist und die Haare schräg geschnitten sind) für Tigerstreifen und realistische Tierdesigns.
  • Dagger-Pinsel (Bram): schräg zugespitzte Haare in Dolchform. Mit mehr oder weniger Druck schminkst du damit breite Blattformen, Gräser, Tropfen und geschwungene Buchstaben, alles, was organischer aussehen soll, als es mit einem geraden flachen Pinsel geht.
  • Stippelpinsel (Tim): Duo-Fiber-Pinsel mit zwei Haarlängen, mit denen du Farbe in Schichten auf die Haut tupfst, für Sommersprossen und realistische Hauttextur.
  • Puder- und Blendpinsel (Monique): zum Auftragen von Setting Powder, Contour und Highlight und zum weichen Verblenden von Lidschatten.

Schwämme gibt es in zwei Hauptformen. Mit einem runden Schminkschwamm tupfst du die Grundfarbe schnell und gleichmäßig auf die Haut. Ein Petal- oder Butterfly-Schwamm sieht ein bisschen aus wie ein Tropfen. Durch die Tropfenform ist dieser Schwamm ideal, um zum Beispiel Schmetterlingsflügel zu schminken. Aber auch für Designs, bei denen du vom Augenwinkel eines Kindes aus arbeiten möchtest, ist diese Form sehr angenehm, weil der Schwamm in einer schönen Spitze ausläuft. Schminkst du mehrere Kinder? Dann nimm für jedes Kind einen sauberen Schwamm.

Möchtest du genau wissen, welcher Pinsel zu welcher Technik gehört? In meinem ultimativen Pinsel-Guide (auf Niederländisch) gehe ich alle Formen einzeln mit dir durch.

Noch ein letzter Tipp: Reinige deine Pinsel nach jeder Schminksession mit lauwarmem Wasser und Pinselseife und lass sie liegend trocknen. So halten gute Pinsel jahrelang.