Geht Kunstblut wieder aus Kleidung heraus?
Meistens schon, wenn du schnell bist. Wie viel herausgeht, hängt von der Art des Kunstbluts und vom Stoff ab.
Normales flüssiges Kunstblut auf Wasser- oder Glukosebasis, zum Beispiel von Mehron, Grimas, Mouldlife, The Dark Arts Company und Ben Nye, lässt sich in den meisten Fällen gut aus Kleidung auswaschen. Kunstblut von Superstar zieht tiefer in die Fasern ein. Auf weißem, hellem oder synthetischem Textil bleibt dort schneller ein rosa Schimmer zurück.
Drei Sorten bekommst du nicht mehr heraus, egal wie schnell du bist:
- Blutpulver, zum Beispiel Ben Nye Mass Casualty Blood Powder. Das Pigment ist stark konzentriert und haftet sofort an der Faser.
- Spritz- und Sprühblut. Es trifft in feinen Tropfen mit Geschwindigkeit auf den Stoff und dringt dadurch tiefer in das Gewebe ein.
- Kunstblut, das wasserabweisend gemacht ist, zum Beispiel EBA Transfusion Blood. Das bleibt sogar in einem feuchten Haunted House stehen und entfernst du mit einem speziellen Remover, nicht mit Wasser.
Du bist dir bei einem Kostüm unsicher, an dem du hängst? Teste dann zuerst einen Tropfen an einer Naht auf der Innenseite.
So gehst du bei einem frischen Fleck vor:
- Spüle sofort mit lauwarmem Wasser aus und halte dabei die Rückseite des Stoffes unter den Wasserhahn, dann spülst du das Blut heraus statt tiefer hinein.
- Tupfe die Stelle ab und reibe nicht, denn Reiben arbeitet das Pigment erst recht in die Faser.
- Lass das Kleidungsstück danach in Wasser von etwa 30 Grad mit etwas Waschmittel oder einem Fleckenmittel einweichen.
- Wasche bei 30 Grad und schau, ob der Fleck weg ist, bevor das Kleidungsstück in den Trockner geht. Wärme setzt einen letzten Farbrest fest.
Vorbeugen ist einfacher als Waschen: Zieh etwas an, das schmutzig werden darf, leg ein Handtuch oder einen Schminkumhang über die Schultern beim Schminken und spritz dein Kostüm lieber bewusst ein als aus Versehen.